Gartentipps vom Fachberater  

Unsere Fachberater geben Tipps und Tricks aus Ihrem Wissensfundus.

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Herbstlaub

von Helge Sahm

Anfallendes Herbstlaub ist bestens geeignet zur Abdeckung abgeernteter Gemüse und Staudenbeete.
Wer Bienenfreund - Phacelia - oder Senf aussät, das friert bei Frost ab und schützt so den Boden.
Grober Kompost ist ebenso geeignet.
Die Bodenkrume soll geschützt werden, daher ist eine Abdeckung des Bodens sinnvoll.
Ist es frostfrei, nützt es auch den Regenwürmern, wenn sie Blätter finden, die sie in ihre Gänge ziehen können.

Mischkultur im Gemüsebeet

von Helge Sahm

Hallo liebe Mitgärtner, wie ihr sicherlich wisst, sollte man beim Anbau von Gemüse die Anbauflächen wechseln, Kohl z.B. erst nach drei bis vier Jahren auf dieselbe Fläche pflanzen.
Abwechslung im Beet erhöht die Boden und Pflanzengesundheit.
Stark zehrende Pflanzen, wie Kartoffeln, Kohl, Mais, Rote Beete,Zuchini, Kürbis, Paprika werden im folgenden Jahr mit schwach zehrenden Pflanzen abgelöst, wie Bohnen, Erbsen, jede Form von Salat, Radieschen, Zwiebel.
Im dritten Jahr sind dann die sogenannten Mittelzehrer an der Reihe, wie Eissalat, Gurken, Fenchel, Lauch, Möhren, Rettich, Mangold.
Was passt jetzt im Beet zusammen, fördert sich gegenseitig ?
Unter Mischkultur versteht man Pflanzungen de sich gegenseitig günstig beeinflussen.
Basilikum und Dill schrecken Kohlweißling und Möhrenfliege ab, Ringelblumen und Tagedes wirken gegen Nematoden.
Kopfsalat mit: Bohnen oder Erbsen, Kohlrabi, Kohl, Lauch
Mangold mit: Möhren, Salat, Kohlrabi, Bohnen
Bohnen mit: Bohnenkraut, Rhabarber, Rote Beete, Sellerie, Gurken
Paprika mit: Gurken , Kohlrabi, Tomate
Spinat mit: Mairübe, Salat, Pastinaken, Lauch , Radieschen
Zwiebel mit: Bohnen, Feldsalat, Gurken, Möhren, Salat, Zuchini.
Unterschiedliche Pflanzenfamilien sind förderlich, nehmen unterschiedlich Nährstoffe auf, Schädlinge haben es schwerer sich auszubreiten.

Zeigerpflanzen

von Helge Sahm

Unkräuter sind beim Kleingärtner unbeliebt, doch haben sie tatsächlich auch einen Nutzen - als so genannte Zeigerpflanzen.
Treten Pflanzen einer Art gehäuft auf, können sie damit Hinweise auf die Bodeneigenschaften geben.
"Richtig gedeutet, können Zeigerpflanzen den Gärtner in vielerlei Hinsicht bei der Arbeit unterstützen.
Sie zeigen, wo im Garten gedüngt werden muss oder wo man sich mit der Düngung besser zurückhält.
Auf einem neuen Grundstück helfen Zeigerpflanzen dabei, die passenden Pflanzen für den jeweiligen Standort auszuwählen.
Verdichtete und staunasse Böden sind für den Gemüseanbau kaum zu gebrauchen.
Ebenso ist es mit sauren Böden.
Weiß man dies vorher, kann man entweder nach einem anderen Platz für das Gemüsebeet suchen oder geeignete Maßnahmen in die Wege leiten, um den Zustand zu verbessern - zum Beispiel, indem man den Boden lockert oder kalkt." (Quelle: "Von Apfel bis Zucchini Das Jahr im Garten, aid)
Natürlich kann man auch noch den pH-Wert des Bodens bestimmen oder eine Probe im Labor untersuchen lassen.
Als Hinweisgeber sind die Zeigerpflanzen allemal gut.

Kohlrabi und Radischen als leckere Vorspeise

von Helge Sahm

Hallo liebe Mitgärtner,
hier ein Tipp zum Verspeisen, Das Kraut von Kohlrabi und Radieschen besitzt mehr Nährstoffe, Vitamine, und Mineralstoffe als die Knolle.
Die frischen Blätter der Radieschen lassen sich unter den Salat mischen, oder kleingehackt unter das Dressing, vorher probieren, wird dann schon würzig.
Gedünstet sind die Stängel der Kohlrabi sehr mild, die Blätter geben den Geschmack.
Vermischt mit Ei, Salz und Pfeffer, ich finde ein leckerer Zwischensnack.

Anhäufeln

von Helge Sahm

Zwei ,drei Worte zum Anhäufeln von Kartoffeln, Puffbohnen, Erbsen etc. Mir fiel auf, dass auf vielen Beeten  lange pyramidenförmige 15 cm hohe Wälle  zu finden sind. Meine Vermutung ist , dort befinden sich Kartoffeln. Es macht keinen Sinn Erde aufzuhäufeln, solange die Pflanzen noch nicht ausgetrieben sind.
Kartoffeln werden das erste Mal gehäufelt , wenn die Triebe ca. 15 cm aus dem Boden gewachsen sind. Man kann das wiederhohlen, sind sie nochmal soweit getrieben. der Sinn dahinter ist, da es dann Dunkel ist, bilden sich an den Seitentrieben Knollen aus. Würde man eine Kartoffel unten in ein Faß pflanzen, und das Faß mit Erde immer soweit füllen, dass die obere Triebspitze 15-20 cm rausschaut, bekommt man ein ganzes Faß mit Kartoffeln. Im übrigen wachsen Katofffeln auch ohne Anhäufeln. es ist eine Methode den Ertrag zu vergrößern, allerdings braucht man auf dem Acker viel Platz. Um einen nennenswerten Mehrertrag zu bekommen, sollten die Reihen mindestens 90 bis 100cm Abstand haben, dann läßt sich von beiden Seiten gut anhäufeln.
Puffbohnen, Erbsen und Bohnen werden nach dem Auflaufen , d.h. auch bei einer Höhe von 15-20 cm angehäufelt um die Standfestigkeit zu vergrößern.
Rhododendren genauso Johannisbeeren vertragen keine zusätzliche Erde auf dem Wurzelbereich,  da das Feinwurzelsstem nahe der Oberfläche verläuft, die Wurzeln sonst absterben.

Rasenpflege im Herbst

von Helge Sahm

Wenn es langsam Zeit wird, den Rasen auf den Winter vorzubereiten, was heißt das ? Die vorhandenen Löwenzahnwurzeln ausstechen, und den Rasen mit stickstoffarmen Herbstdünger zu düngen. Das kräftigt die Gräser, sie werden frosthärter und weniger anfällig für Pilzerkrankungen. Im Frühjahr startet der Rasen dann auch kräftiger mit Wachstum. Der letzte Schnitt im Jahr sollte nicht zu kurz sein. 5-6 cm sollten im Winter stehen bleiben.